Kirchgemeinde
Kontaktadressen
Agenda
News
Gottesdienste
Gemeindeleben
Freiwilligenarbeit
Seelsorge
Diakonie
Unterricht
Ökumene
Fotogalerie
Kontakt
Links
KiTa Chörbli
FAQ
Sitemap
Intern

Home » Ökumene » Ökumenische Reise 

Ökumenische Reise

Ökumenische Taizéreise vom 21.10.10-24.10.10

Erwartungsfroh fanden sich 11 erwachsene TeilnehmerInnen aus beiden Landeskirchen am Morgen auf dem Bhf. in Landquart ein. Der ausgedehnte Streik in Frankreich im Transportwesen zwang uns, per SBB bis Basel, und anschliessend mit einem gemieteten Kleinbus und vollem Tank(!) nach Taizé zu reisen. Gegen Abend trafen wir in der Communauté ein. Die Bruderschaft ist interkulturell und konfessionell und lebt nach mönchischen Regeln. Dies bedeutete für uns auch eine sehr einfache Lebensart im Essen wie im Schlafen. Allerdings war z.B. eine heisse Schokolade aus dem Getränkeautomat ein Highlight und vermochten unsere kalten Glieder wieder etwas aufzuwärmen. Das gemeinsame Essen auf Holzbänken, dick vermummt, und die Entdeckung, dass einzig ein Löffel zum Multifunktionsteil fürs Essen wird, ist ein Erlebnis für sich. Ebenso die Plastikschale mit heissem Wasser als Getränk! Auch Essen UND Schweigen will gelernt sein. Die Reduktion auf körperliche Grundbedürfnisse liess zu, dass die Grundbedürfnisse der Seele bewusst wurden. Darum ist Taizé nicht einfach ein Boxenstopp im Alltag, sondern geistige Wellness. Dies war umsetzbar in der freien Gestaltung des Tages, z.B. bei einem Workshop, Spaziergang, oder zu den drei Gebetszeiten. Das ungezwungene Sitzen auf dem Boden oder der Treppe in der immer vollbesetzten Kirche, und die Lichterfülle im Altarraum vermittelte eine besondere Art der Wärme und Geborgenheit. Gerade die mehrstimmig und wiederholt gesungenen einfachen und ruhigen Lieder führten zu meditativen Gedanken. Welch eine Klangfülle!
Taizé ist ein Ort gelebter Ökumene, weil das gemeinsame Fundament verbindet. Gerade in Anbetracht dieser vielen jungen und fröhlichen Menschen aus verschiedenen Konfessionen und Ländern, im Sommer gegen 8000! stimmt zuversichtlich, weil sie Hoffnungsträger der guten Nachricht für die Zukunft sein können. Und wo sieht man schon eine Gruppe Jugendlicher, die mit Besen ausgerüstet fröhlich an die Arbeit gehen?
Mit dem Bus machten wir auch einen kleinen Ausflug nach Cluny und besuchten das Museum der ehemaligen Abtei. Der Einblick in das gewaltige bauliche und geistliche Zentrum von Europa im Mittelalter war sehr eindrücklich.
Nach dem Sonntagsgottesdienst verliessen wir Taizé, und mit einem letzten gemeinsamen Mittagessen unterwegs, liessen wir unsere kurze, aber bereichernde Weggemeinschaft ausklingen. Zuletzt gilt mein Dank den Verantwortlichen für die Organisation und Durchführung dieser eindrücklichen Tage.

Veronika Eckerle

 

 
  Powered by Südostschweiz NewMedia